PersonalDirekt Frankfurt Das Onlinemagazin des Jobcenters Frankfurt am Main
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Neue Jobs durch das Teilhabechancengesetz

Gregor Reschke arbeitet als persönlicher Ansprechpartner (pAp) im Team der bewerberorientierten Vermittlung des Jobcenters Frankfurt. Sein Vermittlungsansatz: Er geht von den konkreten Anforderungen, Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jobcenterkunden aus, die er betreut, und sucht für sie einen einstellungsbereiten Arbeitgeber. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß Gregor Reschke, dass es „multiple Vermittlungshemmnisse“ gibt, die einer Arbeitsmarktintegration im Wege stehen können. Es gibt nach seiner Erfahrung schwierige Konstellationen, aber keine aussichtlosen Fälle und beinahe immer einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit. Als ein geeignetes Instrument betrachtet er das Teilhabechancengesetz mit einer hohen und längeren Förderung für Arbeitgeber.

Elen Merke (Jg. 1982) ist eine Migrantin aus Eritrea und lebt seit Ende 2008 in Deutschland. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder und hat Erfahrung als Pflegehelferin und Alltagsbegleiterin. Vor ihrer Einreise war sie „Nanny“ Dubai und im Sudan. Gregor Reschke hat sie gleich zweimal vermittelt, zunächst als Helferin in der Küche einer Kindertagesstätte. Als das Arbeitsverhältnis aufgehoben wurde, gelang die Anschlussvermittlung als Betreuungskraft und Alltagsbegleiterin beim Caritasverband. Nach dem Ende der Förderung im August 2023 hat sie eine gute Chance auf Übernahme in ein ungefördertes Beschäftigungsverhältnis.

Ähnlich Hartmut Magel (Jg. 1961). Auch den gelernten Koch mit mehreren beruflichen Stationen hat Gregor Reschke zweimal vermittelt. Nach einer selbstständigen Tätigkeit, einem Minijob und längerer Arbeitslosigkeit zunächst an ein gräfliches Weingut in Eltville. Als Hartmut Magel wegen der Coronalage ausscheiden musste, glückte die Anschlussvermittlung. Auf ein Praktikum zur betrieblichen Erprobung folgte der nahtlose Übergang in eine geförderte Beschäftigung. Seither arbeitet Hartmut Magel in der Gaststätte „Zum Zwilling“ in der Eckenheimer Landstraße als Koch. Restaurantchef Roland Steinmetz freut sich über den Eingliederungszuschuss nach dem Teilhabechancengesetz.

„Bedarfsgemeinschaften“ sind Familien oder familienähnliche Lebensgemeinschaften, die vom Jobcenter Leistungen der Grundsicherung beziehen. Sie aus der Abhängigkeit vom Leistungsbezug herauszuführen, ist besonders wichtig. Seba Tamer (Jg. 1979) ist eine syrische Migrantin mit drei Kindern, deren Betreuung gesichert ist. Nach ihrer Einreise nach Deutschland im Jahr 2012 hat sie vorwiegend als Reinigungshelferin gearbeitet. Jetzt hat sie Gregor Reschke als Helferin für Ver- und Entsorgung bei der gemeinnützigen Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling in der Lärchenstraße untergebracht. In diese Einrichtung hat Jennifer Morales vom Arbeitgeberservice des Jobcenters zuvor schon den Ehemann Kamal Abo Saada vermittelt, ebenfalls auf der Basis des Teilhabechancengesetzes. Seba Tamer ist sich noch nicht sicher, ob sie den Belastungen einer Vollzeitstelle gewachsen ist oder den Job in Teilzeit ausüben möchte. Damit kann die komplette Bedarfsgemeinschaft – das Ehepaar und ein minderjähriges Kind – ihre Abhängigkeit von Leistungen des Jobcenters beenden.