Neue Jobs im Henninger Turm

Scheck-in Center eröffnet EDEKA-Markt in Sachsenhausen

63 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das
Scheck-in Center in seinem gerade eröffneten EDEKA-Markt im
neuen Henninger Turm am Hainer Weg in Sachsenhausen – Vollund
Teilzeitkräfte, Minijobber und Aushilfen. Drei Auszubildende
gehören auch zum Team von Marktleiter Markus Vogel. Nicht das
gesamte Personal wurde neu eingestellt, einige erfahrene Kräfte
hat Markus Vogel auch vom EDEKA-Markt an der Hanauer Landstraße,
seiner bisherigen Wirkungsstätte als stellvertretender
Marktleiter, an den Hainer Weg mitgebracht. Überwiegend arbeitet
Markus Vogel aber mit neu rekrutiertem Personal. Fünf von
ihnen wurden vorher vom Jobcenter Frankfurt am Main betreut
und waren Teilnehmer am Vermittlungscoaching, das die GPE als
privater Träger im Auftrag des Jobcenters durchführt. Mit dem
neuen Job konnten sie ihre längere Arbeitslosigkeit beenden.

„Ich bin sehr froh, dass ich jetzt von Leistungen des Jobcenters unabhängig
bin“, betont Ulrich Danielsmeyer. Für den 57-Jährigen ist es keine Selbstverständlichkeit,
dass er die neue Chance bekommen hat. Zuvor war er sechseinhalb
Jahre in einem anderen Lebensmittelmarkt beschäftigt – aber nur als
Minijobber. Was als Einstieg gedacht war, erwies sich als Sackgasse, hat ihm
aber Erfahrung, hauptsächlich bei Arbeiten im Getränkemarkt, vermittelt,
die er jetzt gut einsetzen kann. Auch aufgrund eines Hüftleidens war Ulrich
Danielsmeyer seit 2013 Kunde des Jobcenters. Im Scheck-in Center ist er
ein Mitarbeiter der ersten Stunde und wurde schon in den Wochen vor der
Eröffnung am 17. Mai eingesetzt.

Drei Jahre lang wurde Jutta Sartor (58) vom Jobcenter betreut. Die gelernte
Werkzeugmacherin berichtet, dass sie schon seit ihrem zwanzigsten Lebensjahr
auf Kundenorientierung eingestellt ist und lange im Einzelhandel gearbeitet
hat, in der Bäckerei wie im Baumarkt. Bei zwei Probetagen von jeweils
sechs Stunden konnte sie ihre Motivation und ihre Kenntnisse unter Beweis
stellen. Am Hainer Weg arbeitet sie jetzt 30 Wochenstunden als Kassiererin.

Edeka
Markus Vogel (hi.) mit den neuen Mitarbeitern Sandra Russell, Ulrich Danielsmeyer und Jutta Sartor (v. l. n. r.)

Henniger Turm
Der alte Henninger Turm wurde zwischen 1959 und 1961 errichtet und war mit einer Höhe von 119,5 Metern bis 1974 das
höchste Bauwerk der Stadt. Der neue Henninger Turm ist 140 Meter hoch und erinnert an die Silhouette des 2013 abgetragenen Bauwerkes. Über 200 Wohnungen entstehen im neuen Turm, insgesamt über eintausend auf dem gesamten früheren Henninger-Areal.
Eine Quereinsteigerin ist Sandra Russell. Die 25-Jährige ohne abgeschlossene
Berufsausbildung erinnert sich, dass sie maximal vier Wochen am
GPE-Vermittlungscoaching teilnahm, bevor sie von Markus Vogel bei einem
Bewerbertag entdeckt wurde und nach einigen Jahren die Chance bekam,
ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Auch sie arbeitet in Teilzeit an der Kasse
und hilft in ruhigen Zeiten wie die anderen im Regalservice mit. Der in den
langen Öffnungszeiten begründete Drei-Schicht-Betrieb kommt ihrem persönlichen
Rhythmus sehr entgegen.

Die Bewerbertage bzw. Berufsorientierungstage nutzt Markus Vogel seit
Jahren regelmäßig sowohl im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Frankfurter
Arbeitsagentur in der Fischerfeldstraße, wo er jeden zweiten Monat
präsent ist, als auch bei der GPE auf der Zeil. In diesem Rahmen kann er
sein Unternehmen vorstellen und lernt ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber
im Speed-Dating kennen. Vorstellungsgespräche und ein ein- oder
mehrtägiges Probearbeiten schließen sich an.

Markus Vogel hat klare Vorstellungen von den Anforderungen an sein Personal.
Im Vordergrund stehen die „Soft Skills“, insbesondere eine natürliche
Freundlichkeit, Kundenorientierung und ein sympathisches Auftreten schon
beim ersten Eindruck. „Wenn die Soft Skills stimmen, kann man am Fachlichen
hinterher arbeiten.“ An den Frischetheken – zumal bei Fleisch, Wurst,
Fisch und Käse mit einem reichhaltigen Angebot von über 400 Sorten – sind
Fachkenntnisse selbstverständlich wichtig. Aber auch hier kann es Überraschungen
geben. So beschäftigt Markus Vogel an der Fischtheke einen
Hobbytaucher, der keine gelernte Fachkraft ist, aber eine große Affinität
zum Metier hat.

Natürliche Freundlichkeit und Kundenorientierung bringt Markus Vogel
selbst mit und lebt sie beispielhaft vor. In der kurzen Zeit seit der Eröffnung
hat er sich schon einen beachtlichen Kreis von Stammkunden geschaffen,
die er kennt, die er begrüßt, denen er behilflich ist. Markus Vogel (32) selbst
hat den Beruf des Einzelhandelskaufmanns beim Scheck-in Center erlernt
und dann die Karriereleiter im Unternehmen erklommen. Seit 2008 arbeitet
der gebürtiger Karlsruher in Frankfurt. Bevor er die Verantwortung für
EDEKA im Henninger Turm übernahm, war er stellvertretender Marktleiter
im Scheck-in Center an der Hanauer Landstraße. Etwas anderes als Einzelhandel
konnte er sich beruflich kaum vorstellen, denn schon die Eltern hatten
einen Bäckereibetrieb, bis der Vater eine Mehlstauballergie erlitt. Seit 25
Jahren ist er jetzt schon Filialleiter bei einem Lebensmitteldiscounter.

Das Scheck-in Center betreibt den Lebensmittelmarkt im Henninger Turm innerhalb
der EDEKA-Gruppe Südwest. Das Familienunternehmen mit Sitz im
badischen Achern beschäftigt insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter und betreibt
gegenwärtig 15 Märkte, vier davon in der Rhein-Main-Region. Mainz mit einer
Verkaufsfläche von 7.000 m² ist der größte, in der Hanauer Landstraße sind es
5.500 m², in Niederrad 1.600 m² und im Henninger Turm 2.000 m².